Die Bewahrerin der Heuschrecken hat einen Namen-Große Koalition

byYes we can change, about 1 year

Die Bewahrerin der Heuschrecken hat einen Namen-Große Koalition

 

Was in früheren Zeiten ein einfacher Richtungsstreit zwischen der CDU und SPD gewesen wäre und dem Wähler die Bundestagswahl erleichtert hätte wächst sich aus zu einem Urwald in dem der Normalbürger sich verläuft, ein undurchdringliches Gestrüpp aus diversen Richtungskämpfen beider Parteien, die eigentlich gar kein Konzept mehr zu haben scheinen und fast kopflos regieren, würde nicht ab und an aus dem Kanzleramt eine mies-grämige Zikade dazwischen zirpen.

Der linke Flügel der SPD, sofern es ihn noch gibt und er sich nicht längst in Wohlgefallen aufgelöst hat oder in der Linkspartei aufgesogen wurde, streitet mit dem rechten um irgendeine Existenzberechtigung, die sich in der kommenden Wahl in Bundestagsmandaten zählbar auswerten lassen soll. Die CDU wirkt völlig verwirrt, will sie doch eigentlich bürgernah wirken, zeigt derweil aber, wie verbandelt sie den Heuschrecken und der Wirtschaft wirklich ist.

Beide Parteien ergänzen sich glänzend, sind eigentlich während dieser Regierungszeit deutlich sichtbar zu einem Einheitsbrei zusammengekocht.

Momentan werden nun in einem Gießkannenprinzip auf die liebsten Wirtschaftspflänzchen satte Milliardenhilfen vergossen, meist an Banken, die Autoindustrie ect. Nun schreit inzwischen auch die Recyclingwirtschaft nach Hilfen, deren Altpapier plötzlich keine Abnehmer mehr findet, die Tonne Papier ist von 85 Dollar innerhalb kürzester Zeit auf 10 Dollar gesunken. Arbeitsplatzverlust droht- die Peitsche, die den Parteien in guten wie in schlechten Zeiten um die Ohren gedroschen wird.

In guten Zeiten droht Arbeitsplatzverlust bei zu hohen Löhnen, in schlechteren ist es modern den Arbeitsplatzabbau zu erwähnen- die Wirtschaft gewinnt immer und bekommt nicht zu dürftig zugeteilt, was sie meint, dass es ihr zu stehe, ohne erwähnen zu müssen, dass sie selbst schlecht gewirtschafted hätte.

Die Politik ist erpressbar geworden zu jeder Zeit und hat selbst schlecht mit dem gewirtschaftet, was ihr größtes Pfund sein sollte, dem Vertrauen, wenig nachhaltig eben.

Der Wähler hängt nun zwischen den Stühlen und fragt sich, welches zur Bundestagswahl das kleinere Übel ist, fragt sich bereits jetzt, ob er überhaupt noch zur Wahl gehen solle, die politischen Foren fließen über von Hilflosigkeit und so lautenden Kommentaren. Bedenklich, da wenigstens hier noch die letzten verbliebenen politisch interessierten Wähler diskutieren, denn bombastisch war das Wähleraufkommen schon lange nicht mehr.

Es sei immer dasselbe, egal wen oder was man wähle, egal, wer regiere, und wenn es nicht reiche würden Posten und Pöstchen eben in einer großen Koalition vergeben, mit wieder den alten Gesichtern, ideenlos. Neue Parteien seien notwendig mit neuen Gesichtern, neuen Gedanken, oder eben kein Wahlgang, wozu auch?

Und was wird am Ende bleiben?

Jene, die sich den nächsten Posten in der CDU oder FDP sichern wollen und ihre Pfründe- sie werden bleiben.

Jene, die brav im Kirchgang für noch mehr Umsatz beten, sie werden bleiben, die die danach im Dorfkrug zusammen sitzen und beraten, wie man mehr herauspresst, sie werden bleiben, und darauf läuft es hinaus, wenn nachhaltig der Arbeitnehmer zum Hartz 4 Empfänger und Nichtwähler hinabgewirtschaftet wird.

Und wenigstens einmal hat dann die "Politische Wirtschaftsclique" nachhaltig gearbeitet...

und wir sehen staunend zu.

Was machen nun die Parteien? Sie streiten weiter, der nächste, der eine Finanzspritze erhält wird vermutlich wieder ein Wirtschaftsunternehmen sein, diesmal aus der Recyclingbranche, die nach Hilfen schreit, wegen Einnahmeverlusten, drohendem Arbeitsplatzabbau und einer absehbaren Gebührenerhöhung im kommenden Jahr.

Für den derzeitigen Noch-Wähler ist das nicht mehr nachvollziehbar. Hat er doch in guten Zeiten gern mehr für die Entsorgung gezahlt, weil es mit den Umweltschutz begründbar war- nachhaltige Wirtschaft eben.

In schlechten Zeiten soll er nun mehr zahlen, damit Unternehmen überleben, die dem Umweltschutz verpflichtet sind, weil sie sonst erhöhte Gebühren erheben um ihr Überleben zu sichern? Soll das die Begründung sein?:

In guten Zeiten beziehen wir niedrige Löhne zur Arbeitsplatzsicherung und zahlen hohe Kosten für Umweltschutz und Steuern für den Abbau der Schuldenlast des Staates, der selbst Steuern verschwendet, in Projekten, die dann beim Bund der Steuerzahler in Schwarzbüchern landen? In schlechten Zeiten zahlt der kleine Mann noch höhere Gebühren und Steuern zur Sicherung von Arbeitsplätzen, weil neue Schulden gemacht werden müssen, um Unternehmen, derer es viel zu viele gibt, die sich in guten Zeiten bereichert  und abkassiert haben, weil es „in war“ umweltschützend zu agieren  und wenn wir dies nicht tun werden  wir Steuerzahler, die wir gleichzeitig Arbeitnehmer sind, entlassen und zu höheren Gebühren verdonnert?

Nein Danke, die allgegenwärtige Erpressung durch die Wirtschaft sie muss beendet werden, durch ein deutliches Zeichen durch die Politik.

Und was wird eigentlich mit dem, was eigentliche Aufgabe unserer Vertreter ist, nämlich dem Bürger zu dienen, dem Land, wie Frau Merkel dies ja wohl tun wollte? Jedenfalls hat sie dies marktschreierisch einmal verkündet.

Nun, man sägt nicht am eigenen Ast, man schaut nicht über den Tellerrand, nach Großbritannien zum Beispiel, wo die Mehrwertsteuer wohl in diesen schlechten Zeiten für die Bürger noch vor Weihnachten auf vermutlich 15% gesenkt wird, nein;

Merkel und Co bleiben hart, was interessiert auch sie der Bürger, der eh zur Bezahlung verpflichtet ist, all der Steuern, die der Wirtschaft so großzügig als Fördergelder gewährt werden oder ihr jetzt als Geschenk zu Weihnachten zum Überleben übergegossen werden.

Wir zahlen doppelt, dreifach, mehrfach: zur Schuldentilgung so hohe Steuern als möglich, durch Arbeitsplatzabbau, und schließlich mit dem Verlust unserer Würde, wenn man uns am Ende in 1Euro Jobs zwingt, damit ganz oben wieder weiter kräftig verdient wird.

Hauptsache, wir wählen wieder dieselben auf jene schimmeligen Plätze, auf denen sie wieder eine Wahlperiode lang über neue Schikanen für die Wähler entscheiden dürfen-

Augen zu und durch, lieber Wähler und Arbeitnehmer!

 

Nachhaltig waren Wirtschaft und Politik noch nie, nicht in diesem Lande…

 

©denise-a. langner-urso

 

 

 

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